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Der richtige Umgang mit Geld

Autorin: Barbara Kettl-Römer www.kettl-roemer.de
10 Tipps, die Ihnen dabei helfen, Ihr Kind zum Umgang mit Geld zu erziehen
  1. Machen Sie sich Ihren eigenen Umgang mit Geld bewusst.
    Bedeutet Geld für Sie Sicherheit oder Genuss? Haushalten Sie vorsichtig, sparen Sie Ihr Geld eisern oder verschleudern Sie es großzügig? Wie auch immer Ihr persönlicher Geldstil ist: Ihr Kind lernt an Ihrem Vorbild.
     
  2. Sprechen Sie über Geld.
    Geld sollte in Ihrer Familie kein mit Heimlichkeiten behaftetes Tabuthema sein, sondern eines, das sachlich erörtert wird. Ihr Kind muss nicht auf den Cent genau wissen, was Sie verdienen. Aber es sollte sehen, dass Geld nicht beliebig verfügbar ist, dass man über die Verwendung des Geldes diskutieren und es überlegt einteilen muss.
     
  3. Machen Sie deutlich, dass Geld der Gegenwert für geleistete Arbeit ist.
    Erklären Sie, was Sie in Ihrer Arbeit tun und rechnen Sie ruhig einmal vor, wie viele Stunden Sie für die neuen Klamotten oder das Fahrrad arbeiten mussten.
     
  4. Zahlen Sie Ihrem Kind ab seinem sechsten Geburtstag Taschengeld.
    Dieses "Übungsgeld" ermöglicht Ihrem Kind das Learning by Doing. Bemessen Sie das Taschengeld so, dass Ihr Kind sich davon etwas kaufen, sich aber nicht alles leisten kann. Dann lernt es ganz von selbst, Geld einzuteilen und zu sparen.
     
  5. Mischen Sie sich nicht in die Verwendung des Taschengeldes ein.
    Ihr Kind kauft nur Süßes, Aufkleber und anderen Unsinn? Das ist völlig normal. Es hat alles schon am ersten Tag ausgegeben? Dann muss es den Rest der Woche eben auf Ausgaben verzichten. Schade - aber lehrreich.
     
  6. Verwöhnen Sie Ihr Kind nicht.
    Wer immer alles bekommt, was er sich wünscht, wird maßlos und unzufrieden. Ein Kind, das jeden Wunsch sofort erfüllt bekommt, lernt nicht, was es heißt, zu verzichten, zu warten, zu sparen, zu vergleichen - und sich zu freuen, wenn es sich endlich doch das Ersehnte gönnen kann. Verwöhnte Kinder sind arme Kinder. Und lebensuntüchtige noch dazu.
     
  7. Trainieren Sie die Medienkompetenz Ihres Kindes.
    Sprechen Sie mit ihm über die in den Medien vermittelten Bilder und Inhalte. Diskutieren Sie die Glaubwürdigkeit der Teenie-Soaps. Hinterfragen Sie mit ihm die Inhalte der Werbung. Und beschränken Sie den Konsum elektronischer Medien.
     
  8. Zeigen Sie Ihrem Kind Wege auf, wie es Geld verdienen kann.
    Sei es durch (größere) Mithilfe im Haushalt, durch den Verkauf nicht mehr benötigter Dinge auf dem Flohmarkt oder durch kleinere Nebenjobs außerhalb der Familie. Geld fällt eben nicht vom Himmel, sondern
    man muss es verdienen.
     
  9. Legen Sie ein Sparbuch für Ihr Kind an.
    Geldgeschenke zu Geburtstagen, Kommunion & Co. dürfen nicht verplempert, sondern sollten gespart werden.
     
  10. Vermitteln Sie Ihrem größeren Kind auch theoretisches Finanzwissen.
    Was ist Zins, und was bewirkt der Zinseszinseffekt? Was ist Inflation, und warum gibt es für Aktien mehr "Zins" als auf dem Sparbuch? Im Teenageralter sollte Ihr Kind über die Finanz-Basics Bescheid wissen - schließlich rückt seine finanzielle Selbstständigkeit jetzt näher.
 
Literaturempfehlung:
 
So erziehen Sie Ihre Kinder im Umgang mit Geld
Die Maximen, nach denen man Kinder im Umgang mit Geld erzieht, prägen diese ein Leben lang. Umso wichtiger ist es, sein Kind weder zum absoluten Geizhals, noch zum verschwenderischen Prahlhans zu erziehen. Vielmehr ist der kluge Umgang mit Geld - nicht nur in Krisenzeiten - gefragter denn je.
In ihrem Buch schildert die Autorin anschaulich und lebensnah, anhand vieler Fallbeispiele und Praxis-Tipps, wie Kinder die richtige Mischung aus Sparsamkeit und Unbefangenheit im Umgang mit Geld lernen können und welche psychologischen und rechtlichen Aspekte Eltern dabei beachten sollten.
Das Buch ist 2010 im FinanzBuch Verlag erschienen. Es kostet 9,95 Euro, ISBN 978-3-89879-513-5